Test/Review: Weber Spirit 300 Series (310, 320, 330)

Grillen ist Männersache! Auch die Anschaffung eines Grills obliegt in den meisten Fällen uns Männern - und das ist auch gut so. Doch welcher Grill ist der richtige? Wer nicht zur Nutzung eines Elektrogrills gezwungen wird (Mietwohnung, etc.) hat die Wahl zwischen Kohle und Gas. Ich will hier keinen Glaubenskrieg vom Zaun brechen - aber seit der Anschaffung unseres Weber Q1200 Gasgrills vor einigen Jahren kommt unser Weber One Touch Holzkohlengrill nur noch ganz selten zum Einsatz. Tatsächlich ist der Q1200 für flach gegrilltes wie z.B. Steaks ein super Grill - aber wie es so ist: Man(n) will mehr... Pulled Pork, Beer-Can-Chicken, Rippchen - das alles lässt sich auf dem kleinen Weber nur mit Mühe und Bastelei zubereiten und so musste zwingend etwas größeres auf die Terrasse - ein Weber Spirit aus der 300er Serie. Wer die Wahl hat... Der Spirit 310 wird von Weber in den Varianten classic, original und premium vertrieben. Wie alle Modelle aus der 300er Serie verfügt auch der Spirit 310 über 3 Brenner und ist somit bestens für Longjobs und indirektes Grillen geeignet. Wer beim Budget freie Hand und kein Problem mit der aufwendigeren Edelstahlpflege hat, kann guten Gewissens zum Premium-Modell mit all seinen Features (Edelstahl-Rost, Elektrozündung, stabile Tür, etc.) greifen. Weber_Spirit_Ansicht Bei der Version "original" verzichtet Weber auf den Edelstahl. Der Grill ist statt dessen in schlichtem Schwarz und Grau gehalten. Unter der Haube finden sich, ein vernünftiger Gussrost und eine Elektrozündung. Der Stauraum für die Gasflasche verfügt über eine stabile Tür. Die Classic-Version verfügt über eine einfachere Piezo-Zündung (völlig ok), muss sich aber mit einem furchtbaren Blechrost und einer windigen Türatrappe begnügen. Positiv ausgedrückt gibt es hier reichlich Potenzial zum Pimpen. Die Gasflasche kann bei allen Modellen wahlweise unter der Grillkammer (max. 5 kg Flasche) oder seitlich hinter einer Blende verstaut werden. Leider wird der Grill mit der seitlich angebrachten Flasche recht instabil. Meine Empfehlung lautet daher: 2 x 5 kg, statt 1 x 11 Kg - das hat auch den Vorteil, Ersatz vorrätig zu haben, wenn beim 20 Stunden Pullen Pork mitten in der Nacht der Treibstoff ausgeht. Wer auf Seitenbrenner oder Sear Station nicht verzichten will, sollte sich den Spirit 320 und 330 anschauen. Montage: Der Aufbau des Grills macht keine Probleme und lässt sich innerhalb ein bis zwei Bierchen bewerkstelligen. Je nach Trainingsstand verlängert sich die Aufbauzeit mit jedem weiteren Bier exponentiell zur Menge des zugeführten Gerstensafts. Da wir hier mit Gas hantieren empfiehlt es sich, innerhalb der oben genannten Verzehrmenge zu bleiben ;) Nach dem Aufbau sollte unbedingt eine Dichtigkeitsprüfung des Grills vorgenommen werden. Wirft aufgesprühtes Seifenwasser (bei aufgedrehtem Gasventil) an den Verbindungen Blasen, muss noch einmal nachgearbeitet werden. Steht der Grill und die Leitungsverbindungen und Armaturen sidd dicht, ist es an der Zeit, Öl und sonstige Rückstände aus der Produktion los zu werden. Dazu wird der Garraum bei geschlossenem Deckel anständig auf Temperatur gebracht (alle Regler auf Maximum), bis die Rückstände bei rund 300 Grad verbrennen. Der Job ist erledigt, wenn kein Rauch mehr aus dem Grill entweicht. Qualität und Verarbeitung: Für den stolzen Anschaffungspreis eines Weber bekommt der Grillenthusiast eine ganze Menge Grill und einen wirklich super Service. Der gute erste Eindruck beim Aufbau des Grills hat sich auch nach intensiver Nutzung über mehrere Monate bestätigt. Besonders die Herzstücke des Grills – Brenner, Aluguss-Grillkammer und emaillierter Deckel sind ordentlich verarbeitet. Der Rahmen könnte dagegen etwas stabiler ausfallen. Warum Weber dem Unterschrank keine Rückwand spendiert, ist mir allerdings ein Rätsel. Wer seinen Luxus-Grill mit einer Abdeckhaube schützt, wird über dieses Manko aber leicht hinwegsehen können. Echte Minuspunkte gibt es - zumindest bei der classic Version – für die furchtbare "Plastik-Pseudotür". Wer schnell etwas aus dem Unterschrank holen möchte, kämpft anschließend regelmäßig mit der Plastikfront - die ist nämlich nur eingehängt. Auch der windige Blechrost ist für den Grill keine Zierde und sollte aus meiner Sicht unverzüglich ersetzt werden. Als Alternativen bieten sich Roste aus Edelstahl oder Guss an. Mit dem Weber GBS-System, einem dreiteiligen Gussrost mit kreisrundem, herausnehmbaren Mittelteil, lässt sich der Grill dank diverser Einsätze aus dem Weber Sortiment beispielsweise um Wok, Pfanne, Sear Grate und weiteres Zubehör ergänzen. Mein Fazit: Wer das entspannte und einfache Grillen mit Gas zu schätzen gelernt hat, wird mit dem Weber Spirit viel Freude haben. Gerade Longjobs wie Rippchen oder Pulled Pork sind die Paradedisziplin des Gasgrills. Geschmacklich merkt man beim Grillen mit Gas, wie eingangs erwähnt, keinen Unterschied zum Holzkohlengrill. Dieser Beitrag enthält Amazon "Affiliate-Links".

Still quiet here.sas

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