Perfekte Rippchen vom Grill

Rippchen-Rezept für die perfekten Spareribs Weber_Spirit_Rippchen Perfekte Rippchen vom Grill sind einfacher als Man(n) denkt. Aber was zeichnet perfekte Rippchen eigentlich aus? 1. Der Geschmack 2. Die Konsistenz 3. Der Aufwand Der Geschmack: Das Wichtigste überhaupt. Und weil der immer subjektiv ist, zeige ich hier, wie meine perfekten Rippchen zubereitet werden. Die Konsistenz: In Grillforen liest man immer wieder den Begriff "Fall-Off-The-Bone". Gemeint ist nichts anderes als, zartes und weiches Fleisch, das sich quasi von selbst vom Knochen löst. Hier sollte man es aber auch nicht übertreiben - schließlich soll am Ende auch noch die Textur - also Konsistenz - des Fleisches erkennbar sein. Der Aufwand: Wer aus dem Grillen keine Wissenschaft machen möchte, der sollte auch den Aufwand im Auge behalten. Bei der viel zitierten "3-2-1-Methode" dauert der Grillspaß immerhin stolze 6 Stunden. Mir persönlich ist das zuviel des Guten. Meine Rippchen kommen schon nach 3 Stunden vom Grill. Los gehts! Zutaten Ihr braucht Schweinerippchen (auch Leitern genannt), Gewürze* oder eine Gewürzmischung (Rub), Apfelsaft und BBQ-Sauce. * Ich verwende braunen Zucker, Salz, Kreuzkümmel, Knoblauch- und Zwiebelpulver sowie Paprika. Der Fantasie sind hier aber keine Grenzen gesetzt. Geräte Grill (Gasgrill oder Holzkohle Kugelgrill ist egal), Edelstahlschale, Alufolie, Teelöffel, Küchenpapier und einen Pinsel sowie Holzchips oder Holzchunks zum Räuchern (smoken) Vorbereitung (am Tag zuvor) Im ersten Schritt werden die Rippchen gewaschen und von der Silberhaut befreit. Die befindet sich auf der Unterseite der Rippchen und kann mit einem Teelöffel relativ leicht entfernt werden. Hierzu schiebt ihr den stumpfen Griff des Teelöffels an einem Ende der Rippchen vorsichtig direkt under die Haut zwischen den Knochen und arbeitet euch vorwärts. Dabei löst sich die Haut langsam vom Fleisch. Wenn ein paar Zentimeter abgelöst sind, könnt Ihr die lose Haut mit dem Küchenpapier greifen und langsam abziehen. Anschließend werden die Rippchen von beiden Seiten mit der Gewürzmischung "gerubbed" - also eingerieben, in Frischhaltefolie gewickelt und über Nacht in den Kühlschrank gelegt. Wer einen Vakuumierer besitzt, kann die Rippchen vor dem Kühlen natürlich auch einschweißen. Zubereitung - die 1-1,5-0,5- Methode Klingt kompliziert, bedeutet aber nur, das die Rippchen 1 Stunde gesmoked (geräuchert), 1,5 Stunden gedämpft und 0,5 Stunden glasiert werden. Immer locker: Bei den angegebenen Zeiten kommt es nicht auf die Minute an! Wer einen Kohlgrill nutzt, sollte im Grill eine direkte und eine indirekte Zone herstellen. Dazu wird unter dem Rost einfach eine Seite mit glühenden Kohlen gefüllt (direkte Zone), die andere bleibt frei (indirekte Zone). Beim Gasgrill (z.B. einem 300er Spirit von Weber) können die Brenner während der verschiedenen Phasen individuell geregelt werden. Wichtig: Egal welchen Grill Ihr nutzt: Der Deckel bleibt stets geschlossen! Temperaturmessung und -regelung Vorhandene Deckelthermometer  liefern oft ungenaue Werte. Deutlich präziser arbeiten digitale Thermometer. Wer neben Bratwurst und Bündle auch aufwendigere Gerichte wie beispielsweise Pulled Pork zubereiten möchte, dem empfehle ich ein digitales Barbecue Funk-Thermometer. Mit seinen zwei Messfühlern kann die Temperatur von Grill und Fleisch bequem vom Sofa aus überwacht werden. Das Smoken - 1 Stunde - indirekt - ca. 130-150 Grad Das Fleisch erhält durch das Smoken seinen typischen Rauchgeschmack. Hierzu werden Holzchips (kleine, gewässerte Holzteilchen) oder -chunks (größere Holzbrocken) auf die Glut (Kohlgrill) oder den Rost (Gasgrill) gelegt. Ich benutze dazu einfach Apfelholz vom eigenen Apfelbaum, das ich beim Schnitt im Frühjahr oder Herbst zur Seite lege. Alternativ gibt es natürlich auch fertiges Räucherholz im Baumarkt (bitte aus der Grillabteilung :-). Holzchips_gewässert Fängt das Holz an zu rauchen, wird das Fleisch bei mittlerer Hitze (ca. 150 Grad) aufgelegt und rund 1 Stunde indirekt geräuchert. In dieser Zeit kann beliebig oft Räucherholz nachgelegt werden. Je mehr ihr nachlegt, desto rauchiger ist später natürlich der Geschmack. Meine Devise: "Weniger ist mehr". 20 Minuten Rauch reichen aus meiner Sicht völlig aus. Rippchen_smoken Tipp: Bei den praktischen Rippchenhaltern auf dem Bild handelt es sich um die VARIERA Deckelhalter von IKEA. Das Dämpfen - 1,5 Stunden - ca. 180 Grad Die Rippchen sollten inzwischen schon etwas Farbe angenommen haben und werden nun in die Edelstahlschale gestapelt. Hierfür eignet sich besonders die "IKEA Konics" mit Einlegerost. Der Rost sorgt für etwas Abstand zum Boden der Schale, die wir ca. 1 cm hoch mit Apfelsaft füllen. Durch die Säure im Saft wird das Fleisch beim Dämpfen schön "mürbe" - also zart. Anschließend wird die Schale mit Alufolie abgedeckt, die zur Abdichtung um den Rand geschlagen und angedrückt wird. So bleibt der Dampf in der Schale und die Rippchen garen für die nächsten 1 1/2 Stunden - ähnlich wie in Omas Dampfkochtopf. Beim Kohlgrill lasse ich die Schale über der direkten Hitze, beim Gasgrill stelle ich sie auf den mittleren Brenner, der ca. 1/4 aufgedreht ist. Zusätzlich läuft ein weiterer Brenner auf ca. 3/4.  Die Temperatur sollte sich bei ca. 180 Grad einpendeln. Rippchen_dämpfen Das Glasieren - 0,5 Stunden - direkt - ca. 120 Grad Nach dem Dämpfen sollte sich das Fleisch schon ein ganzes Stück vom Knochen zurückgezogen haben. Die Rippchen werden nun aus der Schale befreit (Achtung: heißer Dampf) und von beiden Seiten mit BBQ-Sauce bestrichen. Anschließend werden sie für ca. 30 Minuten direkt gegrillt. Dabei bestreiche ich sie noch zwei Mal beidseitig mit der Sauce. Rippchen_glasieren Sobald die Rippchen schön "glasig" sind, könnt Ihr sie euch schmecken lassen. Als Beilage empfehle ich Knoblauchbaguette. Weber_Spirit_Rippchen Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links.

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