Erster Eindruck und Test des Weber Gasgrills Q1200

Saftige Steaks, Hähnchen und gegrillte Antipasti vom Grill - so muss Kochen im Sommer aussehen! Bisher hat mich der Aufwand beim BBQ aber leider oft abgeschreckt und deshalb bliebt der Grill dann doch kalt. Das langwierige Vorglühen der Kohlen wird mit einem Anzündkamin zwar deutlich erleichtert, aber bei der Wartezeit, dem Gestank und dem ganzen Drumherum wandert das Steak dann doch meistens in die Pfanne. Die Lösung: ein Gasgrill muss her! Wir haben uns für den kleinen Weber Q 1200 entschieden. Der Grill hat zwar nur eine begrenzte Grillfläche und indirektes Garen ist auch nur mit Tricks möglich, aber dafür lässt er sich prima im Wohnmobil verstauen und nimmt auch auf der Terrasse kaum Platz weg. Ausstattung und erster Eindruck Der Grill wird fast fertig montiert geliefert. Vor dem ersten Einsatz muss lediglich der Deckel montiert werden. Dank einfacher Steckbolzen mit Splinten ist das mit wenigen Handgriffen erledigt. Deckel und Korpus sind aus Aluguss, er verfügt über 2 Seitentische, eine elektrische Zündung, ein stufenlos regelbares Brennerventil, einen 2-geteilten, pozellanemaillierten Guss-Grillrost und eine herausnehmbare Fettauffangschale. Der Nylonrahmen ist glasfaserverstärkt. Die Gasversorgung kann wahlweise über teure Gaskartuschen, oder nach einer Umrüstung mit dem Weber Umrüstset per Gasflasche erfolgen. Der ganze Grill ist sehr gut verarbeitet. Lediglich der Drehknopf der Gasregulierung hat etwas zu viel Spiel und wackelt daher leicht. Grilltest Im Praxistest haben wir uns für 2 Rindersteaks (á 250g, ca. 3 cm dick) aus der Hüfte entschieden. Der Grill wurde zunächst ca. 10 Minuten auf rund 250 Grad vorgeheizt. Anschließend wurden die Steaks für ca. 4 Minuten pro Seite unter direkter starker Hitze gegrillt. Der Deckel bleibt bei den Weber Gasgrills währen des Grillens stets geschlossen. Das sorgt für eine hohe Temperatur und bewahrt das Grillgut vor dem Austrocknen. Das Ergebnis: saftige Steaks, medium rare - genau wie sie sein sollen. Durch die große Auflagefläche des Guss-Rostes sind ausgeprägte Röstaromen entstanden. Im zweiten Test wurde ein BCC (Beer Can Chicken) indirekt gegrillt. Das geht wie bereits erwähnt nur mit kleinen Hilfsmitteln, da der Grill nur einen Brenner hat und somit über keine indirekte Zone verfügt. Eine Grillschale aus Edelstahl kann aber als Abschirmung der Flamme verwendet werden und so kann man auf der kleinsten Brennerstufe durchaus indirekt grillen. Bei Bedarf kann die Temperatur durch leichtes Öffnen des Deckels (Holz als Distanzstück) reguliert werden. Wir haben das auf eine Bierdose gesetzte Bio-Hähnchen bei ca. 200 Grad 1 1/4 Stunden lang gegrillt, bis die Kerntemperatur ca. 80 Grad erreicht hat. Wer auf einen rauchigen Geschmack nicht verzichten will, kann Räucherchips verwenden, die dem Grillgut je nach Sorte eine rauchige Note verleihen. Fazit Der Weber Q 1200 entspricht meinen hohen Erwartungen und ich kann den Grill uneingeschränkt empfehlen. Die einfache Handhabung und  die hohe Qualität lässt sich Weber allerdings auch sportlich vergüten. Mit 279,- € UVP ist der Grill leider kein Schnäppchen. Wer auf Portabilität verzichten kann und noch mehr Features braucht, der sollte auch einen Blick auf die größeren Q's von Weber werfen... Tipp Wer nicht nur Bratwürste und Schweinebauch auf seinem Grill zubereiten will, sollte sich als erstes ein vernünftiges Drillthermometer anschaffen. Und weil es beim Low&Slow-Grillen auch mal länger dauern kann und man(n) nicht ständig zum Grill rennen will, empfehle ich ein gutes Funk-Thermometer, z.B. das Maverick ET-733 Barbecue Funk-Thermometer.

Still quiet here.sas

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