BMW i3 – joining the rEvolution

BMW-i3-Charging

Der BMW i3 an der Ladestation (Adidas Outlet in Herzogenaurach)

BMW i3 - joining the rEvolution

In den letzten 25 Jahren fuhr ich verschiedene Dieselfahrzeuge von VW und BMW. Die waren Anfangs zwar laut und langsam, konnten dafür aber mit günstigen Spritpreisen und ökologischen Benefits punkten. Über die Jahre hat sich das  Bild mehr und mehr gewandelt: Laut und langsam sind die aktuellen Autos mit Selbstzünder inzwischen nicht mehr, spätestens nach dem "Dieselgate" ist aber auch klar: Die ökologischen Benefits waren und sind ein Märchen. Eine Verarsche im großen Stil. Erfunden von der Autoindustrie und gefördert von der Bundesregierung und skrupellosen Lobbyisten.

Weil Wasserstoff in der Herstellung, im Transport und in der Speicherung alles andere als effizient ist, kommt als Alternative zu den umweltverschmutzenden Spritfressern nur ein Elektroauto in Frage. Schaut man sich am Markt um, kommt man an den schicken Teslas kaum vorbei. Elon Musk und seine Crew haben mit dem Model S und X zwei Fahrzeuge mit echtem "Haben-Will-Faktor" im Angebot. Leider ist "Angebot" hier das völlig falsche Wort, denn bezahlbar sind die schicken Elektroflitzer für normal Sterbliche leider nicht. Mit dem Model 3 wird sich das Anfang 2018 ändern. Frühestens. Wenn alles glatt läuft beim Anlauf der Produktion.

So lange wollte ich aber nicht mehr warten und habe mir - entgegen meines gewohnten Kaufverhaltens und für meine Verhältnisse ziemlich spontan - einen gebrauchten BMW i3 angeschafft. Quasi als Übergangslösung. Der kleine Bayer ersetzt meinen bisherigen X3 2.0d, der ja auch schon aus dem gleichen Hause kam und mich in den letzen Jahren stets zuverlässig von A nach B gebracht hat.

Als der vollelektrische BMW i3 2014 vorgestellt wurde, fand ich das Design schlimm. Ganz schlimm. Und dann die mickrige Reichweite. 150 Kilometer. Wenn überhaupt.

Wieso steht jetzt also eben jener Wagen - hässlich und mit mickriger Reichweite vor meiner Haustür? Was hat sich in den 3 Jahren seit seiner Vorstellung geändert. Objektiv betrachtet lautet die Antwort "Gar nichts". Trotzdem hat bei mir ein Umdenken stattgefunden. Die 150 Kilometer Reichweite reichen mir im Alltag locker aus. Hässlich finde ich den i3 jetzt auch nicht mehr. Im Gegenteil - die futuristische Optik gefällt mir inzwischen ausgesprochen gut. Das der Wagen nahezu vollständig recyclebar ist, nachhaltig produziert wurde und mit vielen sinnvollen Features wie z.B. der zeitgesteuerten Klimatisierung aufwarten kann, sind nur das (Achtung Wortspiel) Tüpfelchen auf dem i.

Was mich sämtliche Zweifel vergessen lässt, hat aber gar nichts mit den gerade aufgezählten praktischen und ökologischen Qualitäten des i3 zu tun. Es ist das vielmehr das Fahrgefühl, das mich schon bei der ersten Probefahrt übermannt hat. Ob "One-Padel-Driving*" - also das Fahren mit nur einem Pedal, der unglaublich kleine Wendekreis, oder der spritzige Ampelstart (0-100 km/h in 7,2 Sekunden) - im i3 fühlt sich die Fortbewegung so viel "frischer" an, als in herkömmlichen, benzingetriebenen Autos. *Da Elektroautos in der Regel kein Schaltgetriebe und somit auch keine Kupplung mehr benötigen und die Verzögerung bei vorausschauender Fahrweise fast ausschließlich mittels Rekuperation (Energierückgewinnung) erreicht wird, nutzt man in der Praxis fast nur noch das Gaspedal zur Steuerung der Geschwindigkeit.

Inzwischen hat BMW eine überarbeitete Version auf den Markt gebracht. Während sich optisch wenig getan hat (ein Facelift ist erst für 2018 geplant), haben die Techniker aus München dem i3 ein Batterie-Upgrade spendiert. Statt 22 kWh (ca. 150 km Reichweite) hat der Stromer jetzt 33 kWh (ca. 200 km Reichweite).

Mein besonderer Dank gilt dem BMW Autohaus Bernhard Holme in Pegnitz. Stafanie und Philipp Holme haben mich ausführlich und geduldig beraten.

Übrigens: Während es mir in meinem X3 nie schnell genug gehen konnte, cruise ich jetzt entspannt und gelassen durch den Verkehr. Ob das auch so bleibt kann ich natürlich noch nicht sagen. Schließlich fahre ich den Neuen gerade mal seit einer Woche.

Sobald ich weitere Erfahrungen mit dem i3 gesammelt habe, wird es hier wieder ein Update geben. Ich bin sehr gespannt.

Still quiet here.sas

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